Heute wurde die Straße der
Kasbahs erforscht. Böse wie ich bin habe ich immer gesagt: „Ein Kasperltheater
gleicht dem anderen.“
Der Beginn war eine kurze
Autofahrt nach Skoura um die zwei Kasbahs Amerhidil zu besuchen. Sie sind
eindrucksvolle rote Lehmburgen aus dem 17. Jahrhundert mitten in einer Oase.

Die
Fahrt über das ausgeschwemmte Flussbecken war nicht ganz so einfach. Ob hier
auch TUI-Busse vorbeikommen? Der kleine KIA hat es geschafft. Eine nette
Berber-Frau hat uns durch die Kasbah geführt und uns alles erklärt und gezeigt
und auch selber ausprobieren lassen. Es gab einige alte Werkzeuge, Schlösser
oder Dinge des täglichen Gebrauchs. Sie war reizend mit ihren wenigen Zähnchen,
die beim Sprechen vervorguckten. Die Kasbahs hatten beide einen tollen Ausblick
zu bieten.
Was mir aufgefallen ist, es gibt natürlich viele Dattelpalmen, Feigen aber auch Tamarisken. Letztere Pflanze kenne ich hauptsächlich von griechischen Inseln, als Schattenspender am Strand.
Es wurde erzählt, dass hier
die Kulisse zu den Dreharbeiten „Die Bibel“ war. Kann ich mir gut vorstellen.
Robert wollte unbedingt die
Kasbah Ait Abou Ali sehen. Nach langem Fahren und Verfahren und überqueren
eines trockenen Quad und einer großen Lacke war dann eine verschlossene
Lehmburg im guten Zustand zu sehen. „Also a Kaschperltheater.“
In El Keláa M’gouna ist die
Welt in Pink. Die Überschrift sind Rosen. Hier gibt es das Rosental und alles
was aus Rosen gemacht werden kann wird verkauft. In allen Geschäften duftet es
nach Rosenessenzen (Rosenwasser / Rosenöl). Der Verkäufer sprühte in die Luft und auf mein T-Shirt und
berät mich war er glaubt was ich brauche. Ich fand den Duft toll.
Bei Boumalne begann die
Erkundung der Dades-Schlucht. Die Sonne neigte sich rascher als gewollt. Die
Farben der Landschaft zeigte seine Erde in Feuerrot. Im Tal erhoben sich die
Kasbahs, mal mehr renoviert mal verfallen. Das Gesamtbild war perfekt: blauer
Himmel mit Wolken, grünes ausgewaschenes Flussbett, ein großer Erdhügel mit
roter Kasbah.
Die letzte Etappe war die
Fahrt nach Tineghir. Eine Schlechtwetterfront legte sich über den nahen Hohen
Atlas und bedrohte unsere Route. Ich fürchtete schon, dass das letzte Stück des
Weges in Begleitung mit starken Regenfällen sein wird. Die Götter waren gnädig
und ließen die Straße immer vor dem Regenbeginn die Richtung wechseln.
Sozusagen: ausbremst.
Die Sonne hatte sich hinter
dem Horizont versteckt als wir vor der Unterkunft Auberge Chez Aissa
einparkten.
Temperatur: 27°C,
überwiegend Sonne








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